In der Ausgabe 21 der ew, dem Magazin für die Energiewirtschaft, äußert sich Markus Aßbrock, Leiter Verwaltung und Vertrieb der enexoma AG, über den derzeitigen Stand auf dem Gebiet Smart Metering. Unter dem Titel „Smart Metering: Wer jetzt nicht startet, verliert den Anschluss“ fasst er den derzeitigen Stand des Energiemarktes kurz vor In-Kraft-Treten des Energie-Wirtschaftsgesetzes kritisch zusammen. Demnach verlieren die Energieversorgungsunternehmen zu viel Zeit damit, sich über technische Umsetzungen der neuen Gesetze Gedanken zu machen, sei es bezüglich der Art der Zähler, der Übertragungswege oder der Verwaltung der Massendaten, die auf einmal auf die Versorger zukommen werden.
Vertrieblich innovative Energieversorger hingegen haben schon längst erkannt, welche Möglichkeiten die Einführung von Smart Metering mit sich bringt und werden schon bald mit fertigen Produkten auf den Markt kommen, denn die Technik gibt es längst.
Eine hingegen häufig unterschätzte Folge von Smart Metering stellt die Datensicherheit dar, mit der sich Energieversorger in Zukunft intensiver auseinandersetzen müssen:
„Es ist fraglos, dass durch Smart Metering erhebliche Datenmengen auf die Energieversorger zukommen. Diese müssen erfasst, verarbeitet, ausgewertet und den Kunden zur Verfügung gestellt werden. Falsch ist jedoch, dass hierfür neuartige Lösungen in der Software- und Datenbankentwicklung geschaffen werden müssen. […]
Richtig – aber vielen in der Branche wenig bewusst – ist, dass die plötzlich vorhandenen Massen an Kundendaten hochgradig sensibel behandelt werden müssen.“
Dafür müsse allerdings eine weitaus sicherere Lösung, als lediglich Verschlüsselungstechniken her, so Aßbrock, da sich die EVUs sonst zwangsläufig den Angriffen der Datenschützer ausliefern würden. Allerdings gibt es auch hierfür schon eine Lösung, mit der die Energieversorger sicher belegen können, dass die Kundendaten absolut geschützt sind.
Man müsse den Fokus jetzt also darauf legen, sich die vertrieblichen Möglichkeiten von Smart Metering zu Nutze zu machen und sich durch das Angebot von Mehrwerten dem Endverbraucher als Servicedienstleister zu präsentieren, da man sonst von den fortschrittlicheren Energieversorgern überholt werde.
Alles in allem stellt sich Smart Metering also nicht als notwendiges Übel sondern als einmalige Möglichkeit dar, einen neuen Markt zu erobern. |